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US-News

Doppelmoral
Rache am Onlinepranger: Wer Charlie Kirk kritisiert, wird gedoxxt
Betroffene berichten von Vergewaltigungs- und Morddrohungen. MAGA-Anhänger rufen zur Zensur in den sozialen Medien auf

Die Ermordung des ultrarechten Influencers Charlie Kirk hat nicht nur die tiefen gesellschaftlichen Risse in den USA offenbart. Das Attentat hat auch den Online-Mob aufgestachelt. Das ging nun so weit, dass Kritiker von Kirk online als "Mörder" und "Mittäter" diffamiert wurden. Die Anhänger des ultrarechten Influencers riefen dazu auf, die persönlichen Informationen von Kritikern online zu posten. Belästigungen bis hin zu Morddrohungen waren die Folge.

Dafür wurden eigene Seiten eingerichtet, viele davon hatten nur eine kurze Lebensdauer und sind aktuell wieder offline. Trotz ihres Kurzauftritts war der Ansturm enorm: Die Seite "Expose Charlie's Murderers" hat die Namen und persönlichen Daten von 41 Personen gezeigt, weil diese angeblich "politische Onlinegewalt" gefördert hatten. Ihr Vergehen: Sie hatten sich kritisch über die Ansichten des ermordeten Influencers geäußert. Einreichungen für den rechten Onlinepranger waren in Bearbeitung, bis die Seite offline genommen wurde, wie Fast Company berichtet.

Doxxing im großen Stil
Neben den persönlichen Daten der Kritiker wurden als eine Art Beweis auch Screenshots ihrer Social-Media-Kommentare online gestellt. Laut Reuters reichten diese von Beschimpfungen Kirks über Sympathie für den Attentäter bis hin zu sachlicher Kritik an Kirk, in der auch Gewalt verurteilt wurde. Wieder andere wiesen auf die Tatsache hin, dass Kirk als starker Gegner jeglicher Waffenkontrolle erschossen wurde.

Dieses Veröffentlichen von Daten wie Telefonnummern, Wohnadressen oder Arbeitgeber der jeweiligen Person nennt man Doxxing. Die bislang unbekannten Betreiber der Webseite gaben zwar selbst an, keine Doxxing-Seite zu betreiben, die Realität sah aber anders aus. Am Wochenende hieß es noch: "Diese Website wird in Kürze in eine durchsuchbare Datenbank mit allen 30.000 Beiträgen umgewandelt, die nach allgemeinem Standort und Branche gefiltert werden kann. Dies ist ein permanentes und ständig aktualisiertes Archiv radikaler Aktivisten, die zu Gewalt aufrufen."

 
MAGA und die Doppelmoral
Auch die erklärte Trump-Anhängerin und Verschwörungstheoretikerin Laura Loomer rief zum systematischen Doxxing auf: "Bereiten Sie sich darauf vor, dass Ihre gesamten beruflichen Zukunftsaussichten ruiniert werden, wenn Sie krank genug sind, seinen Tod zu feiern", postete Loomer auf X. Die ultrarechte Influencerin hatte sich im Jahr 2022 noch über eine andere Gewalttat lustig gemacht. Damals wurde der Mann der ehemaligen Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, von einem Verschwörungsgläubigen mit einem Hammer angegriffen. Loomer und andere Mitstreiter des MAGA-Spektrums feierten die Gewalttat im Netz.

In den USA dürfen sich Regierungsangestellte und Beamte auch geschmacklos über Gewalttaten äußern, wie der Oberste Gerichtshof entschieden hat. Dieser verfassungsrechtliche Schutz erstreckt sich aber nicht auf die Privatwirtschaft. Zwar verbieten die meisten Social-Media-Plattformen Doxxing, aber in der Flut der Kommentare sind die Moderationssysteme schlicht überfordert. So sie überhaupt noch existieren. (pez, 16.9.2025)


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Tweet von "No Lie with Brian Tyler Cohen“ (@NoLieWithBTC): Eilmeldung: Die Trump-Regierung hat gerade eine Studie des National Institute of Justice gelöscht, die zeigt, dass inländische Terroristen meist rechtsextrem sind

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Laut mehreren Berichten wurde eine Studie des National Institute of Justice mit dem Titel "What NIJ Research Tells Us About Domestic Terrorism“ im Jahr 2024 veröffentlicht und später von der Trump-Regierung von der Website des Justizministeriums entfernt. Die Studie stellte klar:
Rechtsextreme Gewalt übertrifft alle anderen Formen von Terrorismus und inländischem Extremismus.
Seit 1990 verübten rechtsextreme Täter 227 ideologisch motivierte Anschläge mit über 520 Todesopfern, während linksextreme Täter 42 Anschläge mit 78 Todesopfern verübten.

Löschung: Die Seite war bis mindestens September 2025 online, ist jetzt aber nur noch über das Internetarchiv (Wayback Machine) auffindbar. Die Vermutung liegt nahe: Die Inhalte widersprachen dem politischen Narrativ, das Gewalt primär "von links“ verortet.

Wenn Fakten nicht ins Weltbild passen, werden sie gelöscht. Die Trump-Regierung hat eine Studie entfernt, die zeigt: Rechtsextreme verüben die meisten Terroranschläge in den USA. 227 Anschläge, 520 Tote – aber klar, 'die Linken sind das Problem'. Willkommen im postfaktischen Zeitalter.
 
Weißt du, wer die Presidential Medal of Freedom wirklich verdient? Der 10-jährige Junge, der in den Rücken geschossen wurde, nachdem er sich auf seinen Freund geworfen hat, um ihn bei einem Schul-Amoklauf zu schützen

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Die Tatsache, dass Trump die Flagge auf Halbmast setzt für einen weißen Suprematisten, aber sie nie für ermordete Schulkinder gesenkt hat, sagt dir alles, was du wissen musst

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Trump senkt die Flagge für einen weißen Suprematisten – aber nicht für erschossene Schulkinder. In Amerika zählt dein Leben. Es sei denn, du bist jung, unschuldig und nicht Teil seiner Fanbase.
Die Flagge auf Halbmast für Hass – aber nie für Hoffnung. Willkommen in einem Land, wo Empathie parteiabhängig ist
 
Die verzerrten Wahrheiten um Tyler Robinson und Nachrichten aus der Hölle
Seit der Mord an Charlie Kirk die Schlagzeilen beherrscht, haben sich Regierung und Medien gierig auf eine Erklärung gestürzt. Links oder rechts, Trump oder Antifa – das Raster ist vorgegeben, und alles, was nicht hineinpasst, wird passend gemacht. Doch die wenigen Menschen, die Tyler Robinson wirklich kannten, zeichnen ein anderes Bild. Es ist das Bild eines jungen Mannes, 22 Jahre alt, still, schwer zu lesen, und doch keineswegs der isolierte Außenseiter, als den ihn viele nun sehen wollen. Uns liegen private Discord-Nachrichten Robinsons vor, die ein seltenes Fenster in seine wirkliche Lebenswelt öffnen. Diese Chats, die er unter den Namen „zealous_monkey_55095“ und „bedbuge inspector“ führte, zeigen vor allem Alltägliches: kleine Scherze, banale Beobachtungen, Katzenbilder, Gaming-Links – und nur vereinzelt Randbemerkungen zur Politik. Robinsons Name tauchte erstmals in einer Nachricht auf, in der er seinen engsten Freunden mit einem lapidaren Satz gestand, es sei „er gewesen gestern an der UVU“. Die Worte – „Es tut mir leid wegen all dem“ – wirkten so grotesk, dass selbst seine Freunde sie zunächst für einen schlechten Scherz hielten. Erst als die Nachrichtenagenturen die Meldung über den Mord an Kirk brachten, fügte sich das Puzzle.
...
Tyler Robinsons Tat bleibt ein Rätsel. Sie sagt viel über die Abgründe eines Einzelnen – und noch mehr über eine Gesellschaft, die unfähig ist, mit solchen Abgründen umzugehen, ohne sie sofort in politische Schlachten zu übersetzen. Seine Freunde ringen um Verständnis, nicht um Rechtfertigung. Sie sehen nicht den „linken Extremisten“ oder den „Fanatiker“. Sie sehen einen Menschen, der Fehler hatte, der Geheimnisse hatte, der viel zu still war – und der eine Entscheidung traf, die keiner von ihnen begreifen kann. Vielleicht ist das die verstörendste Wahrheit: Dass selbst diejenigen, die Robinson wirklich kannten, keine Antwort haben. Und dass in diesem Schweigen, in dieser Ratlosigkeit, mehr über Amerika liegt als in allen Parolen, die nun von Washington herab dröhnen.

 
Provo: Erste Anhörung im Fall Tyler Robinson – Anklage wegen Mordes mit besonderer Schwere – Die Beweislast ist erdrückend
Es war ein nüchterner Rahmen für ein Ereignis, das in seiner Tragweite längst die Grenzen von Utah überschritten hat: Im vierten Distriktgericht von Provo, Utah County, fand am Dienstag die erste Anhörung im Fall State of Utah v. Tyler James Robinson statt. Der 22-Jährige, dem vorgeworfen wird, den extrem rechtskonservativen Aktivisten Charlie Kirk auf dem Campus der Utah Valley University erschossen zu haben, wurde per Videoschaltung aus der Haftanstalt zugeschaltet. Bei der kurzen Videoschalte machte Robinson selbst keine Angaben zur Sache. Der Richter beschränkte sich darauf, die Anklagepunkte zu verlesen und den weiteren Ablauf des Verfahrens zu skizzieren. Bis zur Bestellung eines Verteidigers bleibt Robinson ohne rechtliche Vertretung in Untersuchungshaft. Der zuständige Staatsanwalt Jeff Gray verlas die Anklagepunkte: „Aggravated Murder“ (Mord mit besonderer Schwere), „Felony Discharge of a Firearm“ (schweres Entladen einer Schusswaffe mit Verletzungsfolge) und „Obstruction of Justice“ (Behinderung der Justiz). Das Verfahren läuft unter der OTN-Nummer 70090584.

 
Rechtsextreme, wenn man ihnen ein direktes Zitat von Charlie Kirk zeigt

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