Trump-Regierung friert 25 Millionen Dollar für Nationalparks ein – selbst Brandschutz und Grabhügel bleiben liegen
Mehr als 130 bereits finanzierte Projekte in amerikanischen Nationalparks dürfen vorerst nicht beginnen. Das Innenministerium verweigerte im August die letzte Zustimmung für Vereinbarungen im Wert von mindestens 25 Millionen Dollar, obwohl das Geld längst über den Kongress oder bestehende Bundesprogramme bereitstand. Betroffen sind einige der bekanntesten Parks des Landes, darunter Yellowstone und Yosemite. Besonders hart trifft es den Joshua-Tree-Nationalpark in Kalifornien, wo mindestens 10 Vorhaben gestoppt wurden. Mindestens 16 Stellen sollten darüber finanziert werden. Vorgesehen war unter anderem Arbeit zur Vorbereitung auf Waldbrände. Andere Projekte sollten nach früheren Feuern zerstörte Flächen wiederherstellen. In historischen Gebäuden sollten Nagetiere entfernt werden, die das Hantavirus übertragen können. Die internen Unterlagen warnen ausdrücklich davor, dass Brände größer und ihre Bekämpfung teurer werden könnten, wenn die vorgesehenen Arbeiten ausbleiben. Genau dort wird nun gespart, während der National Park Service seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus bereits ungefähr 1 Viertel seiner Beschäftigten verloren hat.
Das Innenministerium begründet die Entscheidung mit Organisationen, die nach seiner Darstellung gegen die Interessen der amerikanischen Bevölkerung und gegen die Ziele der Regierung arbeiteten. Welche Organisation womit gegen welche Vorgabe verstoßen haben soll, erklärte das Ministerium nicht. Das Great Basin Institute verlor mehr als 70 geplante Vereinbarungen im Wert von mindestens 12,7 Millionen Dollar. Geschäftsführer Peter Woodruff sagt, seine Organisation sei darüber nicht einmal direkt informiert worden. Mitarbeiter der Parks hätten ihnen lediglich mitgeteilt, die Ablehnung hänge mit politischen Vorgaben und Anordnungen des Präsidenten zusammen. Woodruff weist zurück, dass das Institut gegen Bundesrecht oder Regierungsanweisungen arbeite. Das Innenministerium hatte bis Anfang August mehr als 700 andere Vereinbarungen genehmigt. Projekte unter 50.000 Dollar benötigen diese zusätzliche Zustimmung überhaupt nicht. Was mit den mindestens 25 Millionen Dollar geschieht, die nun nicht ausgegeben werden, bleibt offen. Elaine Leslie, frühere kommissarische Leiterin beim National Park Service und Wildbiologin, stellte deshalb die naheliegende Frage: Das Geld war für diese Arbeiten vorgesehen – wo ist es jetzt?
Die Folgen reichen weit über Verwaltungsakten hinaus. Im Effigy Mounds National Monument in Iowa sollten Bäume auf prähistorischen Grabhügeln entfernt werden, damit umstürzende Stämme die Anlagen nicht beschädigen. Mehr als 200 solcher Hügel liegen dort, viele dienten als Grabstätten indigener Menschen. Bei 61 vorgesehenen Baumfällungen stehen die Bäume direkt auf einem Hügel. Fallen sie unkontrolliert, könnten menschliche Überreste freigelegt werden. In Kalifornien wurde eine Zusammenarbeit mit der zoologischen Gesellschaft von San Francisco gestoppt, die junge San-Francisco-Strumpfbandnattern aufziehen und später auswildern sollte, damit die bedrohte Art in der Region nicht verschwindet. Im Denali-Nationalpark in Alaska sollte eine weitere Vereinbarung 3 Beschäftigte finanzieren, die täglich die Schlittenhunde versorgen. Die Ranger brauchen diese Hunde im Winter, um sich durch den Park zu bewegen und Besuchern zu helfen. All diese Vorhaben waren geplant, geprüft und finanziert. Jetzt reicht ein Vermerk des Innenministeriums: „Abgelehnt“. Die Regierung spricht von Prioritäten. Im Park bleibt währenddessen die Arbeit liegen.
Mehr als 130 bereits finanzierte Projekte in amerikanischen Nationalparks dürfen vorerst nicht beginnen. Das Innenministerium verweigerte im August die letzte Zustimmung für Vereinbarungen im Wert von mindestens 25 Millionen Dollar, obwohl das Geld längst über den Kongress oder bestehende Bundesprogramme bereitstand. Betroffen sind einige der bekanntesten Parks des Landes, darunter Yellowstone und Yosemite. Besonders hart trifft es den Joshua-Tree-Nationalpark in Kalifornien, wo mindestens 10 Vorhaben gestoppt wurden. Mindestens 16 Stellen sollten darüber finanziert werden. Vorgesehen war unter anderem Arbeit zur Vorbereitung auf Waldbrände. Andere Projekte sollten nach früheren Feuern zerstörte Flächen wiederherstellen. In historischen Gebäuden sollten Nagetiere entfernt werden, die das Hantavirus übertragen können. Die internen Unterlagen warnen ausdrücklich davor, dass Brände größer und ihre Bekämpfung teurer werden könnten, wenn die vorgesehenen Arbeiten ausbleiben. Genau dort wird nun gespart, während der National Park Service seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus bereits ungefähr 1 Viertel seiner Beschäftigten verloren hat.
Das Innenministerium begründet die Entscheidung mit Organisationen, die nach seiner Darstellung gegen die Interessen der amerikanischen Bevölkerung und gegen die Ziele der Regierung arbeiteten. Welche Organisation womit gegen welche Vorgabe verstoßen haben soll, erklärte das Ministerium nicht. Das Great Basin Institute verlor mehr als 70 geplante Vereinbarungen im Wert von mindestens 12,7 Millionen Dollar. Geschäftsführer Peter Woodruff sagt, seine Organisation sei darüber nicht einmal direkt informiert worden. Mitarbeiter der Parks hätten ihnen lediglich mitgeteilt, die Ablehnung hänge mit politischen Vorgaben und Anordnungen des Präsidenten zusammen. Woodruff weist zurück, dass das Institut gegen Bundesrecht oder Regierungsanweisungen arbeite. Das Innenministerium hatte bis Anfang August mehr als 700 andere Vereinbarungen genehmigt. Projekte unter 50.000 Dollar benötigen diese zusätzliche Zustimmung überhaupt nicht. Was mit den mindestens 25 Millionen Dollar geschieht, die nun nicht ausgegeben werden, bleibt offen. Elaine Leslie, frühere kommissarische Leiterin beim National Park Service und Wildbiologin, stellte deshalb die naheliegende Frage: Das Geld war für diese Arbeiten vorgesehen – wo ist es jetzt?
Die Folgen reichen weit über Verwaltungsakten hinaus. Im Effigy Mounds National Monument in Iowa sollten Bäume auf prähistorischen Grabhügeln entfernt werden, damit umstürzende Stämme die Anlagen nicht beschädigen. Mehr als 200 solcher Hügel liegen dort, viele dienten als Grabstätten indigener Menschen. Bei 61 vorgesehenen Baumfällungen stehen die Bäume direkt auf einem Hügel. Fallen sie unkontrolliert, könnten menschliche Überreste freigelegt werden. In Kalifornien wurde eine Zusammenarbeit mit der zoologischen Gesellschaft von San Francisco gestoppt, die junge San-Francisco-Strumpfbandnattern aufziehen und später auswildern sollte, damit die bedrohte Art in der Region nicht verschwindet. Im Denali-Nationalpark in Alaska sollte eine weitere Vereinbarung 3 Beschäftigte finanzieren, die täglich die Schlittenhunde versorgen. Die Ranger brauchen diese Hunde im Winter, um sich durch den Park zu bewegen und Besuchern zu helfen. All diese Vorhaben waren geplant, geprüft und finanziert. Jetzt reicht ein Vermerk des Innenministeriums: „Abgelehnt“. Die Regierung spricht von Prioritäten. Im Park bleibt währenddessen die Arbeit liegen.