Wenn Politiker – wie aktuell Schellhorn – angepöbelt werden
Manchmal ist das ein Ausdruck der allgemeinen Verwahrlosung der Öffentlichkeit
Sepp Schellhorn, Staatssekretär für Deregulierung, wurde von FPÖ-nahen Anwälten wegen "NS-Verharmlosung" angezeigt. Da wird vermutlich nichts herauskommen, und es ist auch nur eine Ablenkung von echtem Rechtsextremismus, aber die Hintergründe zeigen auf, wie weit die Verrohung und Verwahrlosung in unserer politischen Landschaft schon gekommen ist.
Schellhorn berichtete in Puls 24, er sei im Zug von vier offensichtlich betrunkenen Männern angestänkert und übel beschimpft worden. Er habe nicht gewusst, wie er der Situation entkommen sollte: "Ich habe mich gefühlt wie vor 85 Jahren." Das wäre also 1940 gewesen, und Schellhorn zog offenbar einen Vergleich zum Verhalten von Nazis gegenüber Juden. Schwer daneben. Er entschuldigte sich gleich auch und schien echte Reue zu empfinden.
Erzürnte Volksseele
Der Hintergrund dazu ist, dass Schellhorn durch die Krawallzeitungen gejagt wurde, weil er zustimmte, dass das Beschaffungsamt einen Leasingvertrag für einen größeren Dienstwagen für ihn abschloss. Das bringt natürlich die Volksseele zum Kochen, mehr als alles andere, denn: "Für unsa Steiergöld!" Besonders tat sich die Gratiszeitung Heute hervor, die auf einen FPÖ-freundlichen Kurs geschwenkt ist und alle Augenblicke mit Nullmeldungen über ihren Heros auftritt ("Kickl knallhart!").
www.derstandard.at
Manchmal ist das ein Ausdruck der allgemeinen Verwahrlosung der Öffentlichkeit
Sepp Schellhorn, Staatssekretär für Deregulierung, wurde von FPÖ-nahen Anwälten wegen "NS-Verharmlosung" angezeigt. Da wird vermutlich nichts herauskommen, und es ist auch nur eine Ablenkung von echtem Rechtsextremismus, aber die Hintergründe zeigen auf, wie weit die Verrohung und Verwahrlosung in unserer politischen Landschaft schon gekommen ist.
Schellhorn berichtete in Puls 24, er sei im Zug von vier offensichtlich betrunkenen Männern angestänkert und übel beschimpft worden. Er habe nicht gewusst, wie er der Situation entkommen sollte: "Ich habe mich gefühlt wie vor 85 Jahren." Das wäre also 1940 gewesen, und Schellhorn zog offenbar einen Vergleich zum Verhalten von Nazis gegenüber Juden. Schwer daneben. Er entschuldigte sich gleich auch und schien echte Reue zu empfinden.
Erzürnte Volksseele
Der Hintergrund dazu ist, dass Schellhorn durch die Krawallzeitungen gejagt wurde, weil er zustimmte, dass das Beschaffungsamt einen Leasingvertrag für einen größeren Dienstwagen für ihn abschloss. Das bringt natürlich die Volksseele zum Kochen, mehr als alles andere, denn: "Für unsa Steiergöld!" Besonders tat sich die Gratiszeitung Heute hervor, die auf einen FPÖ-freundlichen Kurs geschwenkt ist und alle Augenblicke mit Nullmeldungen über ihren Heros auftritt ("Kickl knallhart!").
Wenn Politiker – wie aktuell Schellhorn – angepöbelt werden
Manchmal ist das ein Ausdruck der allgemeinen Verwahrlosung der Öffentlichkeit