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Nachrichten aus Österreich

Hätte ich nicht vermutet :mrgreen:
Kurz’ Rechtsanwalt von ÖVP bezahlt
Die ÖVP bezahlt den Rechtsanwalt von Ex-Parteichef Sebastian Kurz in den laufenden Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA). Das bestätigte Generalsekretär Christian Stocker gestern in der ZIB2.

Stocker verwies auf den Beschluss des Bundesparteivorstandes 2020, dass bestimmte Funktionäre Rechtsschutz genießen, wenn sie in Ausübung ihrer Funktion in die betreffende Situation kamen. Wer von den aktuell Beschuldigten sonst noch davon profitiert, wusste Stocker „nicht auswendig“; es sei in dem Beschluss definiert, wem dieser Rechtsschutz zustünde. Dass auch Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) darunter fällt, glaube er nicht. Ob es auch im Fall einer Verurteilung dabei bleibt, „werden wir bewerten, wenn wir am Ende des Verfahrens stehen“.

 
Die Erwartung war groß, die Realität ernüchternd: Thomas Schmid verweigerte im ÖVP-Korruptions-U-Ausschuss auf jede einzelne Frage seine Antwort. Als zentrale Person in den verschiedenen Korruptions-Causen wären seine Aussagen aber äußerst relevant gewesen. Um ihn erneut laden zu können, ändern jetzt auch die Neos ihre Meinung: Der U-Ausschuss soll verlängert werden.

Mit dem umfassenden Geständnis von Thomas Schmid ist vor zwei Wochen eine politische Bombe geplatzt. Schmid beschreibt darin, wie die korruptionsverdächtigen Handlungen der ÖVP abgelaufen sind und wie das System von innen ausgesehen hat. Er bestätigte Verdachtsmomente der WKStA, bringt neue vor und belastet hochrangige ÖVP-(Ex-)Politiker schwer. Mit seiner Aussage will Schmid den Kronzeugenstatus erhalten, der strafmindernd wirkt – dafür muss er wahrheitsgetreue und überprüfbare neue Hinweise liefern. Die ÖVP will ihn freilich als Lügner darstellen. Im U-Ausschuss könnte Schmid diesem Argument die Grundlage entziehen und unter Wahrheitspflicht seine Aussage bestätigen.

SCHMID BEANTWORTET KEINE FRAGE – UND RISKIERT EINE STRAFE VON BIS ZU 25.000 EURO

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System Kurz und die Medien die bereitwillig mitgespielt haben.

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Das war ja schlimmer als wie bei Nixon
Kommt ja noch mehr
Auszeiten nach Chat-Affären für Chefredakteure von "Presse" und ORF-TV-News
Rainer Nowak stellt seine Leitungsfunktionen bei der "Presse" ruhend, und ORF-TV-News-Chefredakteur Matthias Schrom tritt seinen Urlaub an

Es waren zwar unterschiedliche Chats, aber die Konsequenzen sind ähnlich: Rainer Nowak stellt seine Funktionen als Chefredakteur und Herausgeber der Tageszeitung Die Presse bis auf weiteres ruhend. Er bleibt aber Geschäftsführer des Mediums. Das teilte die Styria Media Group AG am Montag um 10 Uhr mit. Fast zeitgleich gab auch der ORF bekannt, dass ORF-News-TV-Chefredakteur Matthias Schrom "ab sofort" seinen Urlaub antreten werde.

 
Bald wird jeder von uns jemand kennen, der noch nie etwas von Sebastian Kurz gehört hat. Cartoon by Karl Berger

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Endlich. Kommt Freude auf, trotzdem vorsichtig fahren, es gibt einige Blitzlichter.
Wiener Südosttangente: Hauptfahrbahn erstmals seit drei Jahren baustellenfrei
Mehr als 30 Brücken, zehn Auf- und Abfahrten und die Anschlussstellen St. Marx und Gürtel wurden saniert. Auf der neu gewonnener Fläche soll ein Naherholungsgebiet entstehen, inklusive Hamsterschutzzone.

Nach drei Jahren durchgehender Bauarbeiten an der Hochstraße St. Marx ist die Hauptfahrbahn nun wieder baustellenfrei. Laut Asfinag wurde ein weiterer Bereich der hochfrequentierten Südosttangente auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Abschlussarbeiten abseits der Hauptfahrbahn laufen noch bis Ende Februar, allerdings ohne sich tagsüber auf den Verkehr auszuwirken. Insgesamt hat die Asfinag rund 157 Millionen Euro in die Sanierungen investiert.

 
ZIB2: Weitere brisante FPÖ-Chats über ORF
Gestern ist ORF-TV-Chefredakteur Matthias Schrom zurückgetreten, nachdem seine Chats mit dem damaligen FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache aus dem Jahr 2019 öffentlich geworden sind. Am Abend berichtete die ZIB2 von weiteren brisanten Chats – diesmal von einer FPÖ-WhatsApp-Gruppe, in der neben Strache etwa auch der ehemalige Vorsitzende des ORF-Stiftungsrates und FPÖ-Politiker Norbert Steger Mitglied gewesen seien.

Weitere brisante FPÖ-Chats (Video im Link)

Am Mittwoch ist ORF-TV-Chefredakteur Matthias Schrom zurückgetreten, nachdem seine Chats mit den damaligen FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache aus dem Jahr 2019 öffentlich geworden sind. Eine „Medienlandschaft wie bei Orban“ hatte sich Strache auf Ibiza gewünscht – und offensichtlich auch fest daran gearbeitet.

 
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