Für den Dialog, gegen die Denunziation
In einer Welt, die aus den Fugen gerät, braucht es Reden wie jene von Omri Boehm auf dem Wiener Judenplatz am Dienstag, in der dieser auch seine zionistische Vision für Israel darlegte
In seinem Gastkommentar antwortet Misha Glenny, der Rektor des Wiener Instituts für die Wissenschaften vom Menschen, den Kritikern des israelisch-deutschen Philosophen Omri Boehm.
Die kleine Gruppe junger Männer und Frauen, die am Dienstagabend auf dem Judenplatz gegen Omri Boehms "Rede an Europa" protestierte, verhielt sich mit dem nötigen Respekt vor denjenigen, die gekommen waren, um den israelisch-deutschen Philosophen zu hören. Als ich einige von ihnen fragte, ob sie jemals ein Wort von ihm gelesen hätten, verneinten sie ungeniert. Auch hatten sie bis etwa eine Woche vor der Veranstaltung noch nie von ihm gehört. Jemand jedoch hatte ihnen eingeredet, dass dieser bescheidene, scharfsinnige Intellektuelle entweder ein Antizionist oder ein Antisemit oder beides sei. Und sie glaubten es.
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In einer Welt, die aus den Fugen gerät, braucht es Reden wie jene von Omri Boehm auf dem Wiener Judenplatz am Dienstag, in der dieser auch seine zionistische Vision für Israel darlegte
In seinem Gastkommentar antwortet Misha Glenny, der Rektor des Wiener Instituts für die Wissenschaften vom Menschen, den Kritikern des israelisch-deutschen Philosophen Omri Boehm.
Die kleine Gruppe junger Männer und Frauen, die am Dienstagabend auf dem Judenplatz gegen Omri Boehms "Rede an Europa" protestierte, verhielt sich mit dem nötigen Respekt vor denjenigen, die gekommen waren, um den israelisch-deutschen Philosophen zu hören. Als ich einige von ihnen fragte, ob sie jemals ein Wort von ihm gelesen hätten, verneinten sie ungeniert. Auch hatten sie bis etwa eine Woche vor der Veranstaltung noch nie von ihm gehört. Jemand jedoch hatte ihnen eingeredet, dass dieser bescheidene, scharfsinnige Intellektuelle entweder ein Antizionist oder ein Antisemit oder beides sei. Und sie glaubten es.
Für den Dialog, gegen die Denunziation
In einer Welt, die aus den Fugen gerät, braucht es Reden wie jene von Omri Boehm auf dem Wiener Judenplatz am Dienstag, in der dieser auch seine zionistische Vision für Israel darlegte