Und erlöse uns von dem Übel
Neid, Missgunst und Ausländerfeindlichkeit geschürt, dazu das Flehen, erhört zu werden – der Wahlkampf ist gelaufen
Wahlprogramme der Parteien liegen vor, der Wählerwille, sich zu informieren, geschehe, in den kommenden drei Wochen geht es nur noch darum, den Kuchen größer zu machen und in der Flut von Fernseh-, Radio- und Zeitungskonfrontationen jene Rosinen herauszupicken, die einem im Halse stecken bleiben könnten. Kurz, der Wahlkampf ist gelaufen, bis zum 29. September wird nur noch wiedergekäut. Eine gute Gelegenheit, noch einmal jener stillen Stars zu gedenken, die diese Kampagne, ohne gefragt zu werden, mitprägen und damit aus gnädiger Anonymität heraus österreichische Politikerseelen beleuchten halfen, ehe sie nach dem Wahltag wieder der Vergessenheit anheimfallen dürfen. Die Rede ist von der einen syrischen Flüchtlingsfamilie, der nachgesagt wurde, für ihre sieben Haserln eine Menge Graserl akkumuliert zu haben, die laut freiheitlichen Arbeitsmarktexperten nur geeignet sein kann, in sämtlichen Autochthonen die Freude am eigenen Schaffen zum Erliegen zu bringen. Das darf nicht sein, da setzt sich die FPÖ für die kleinen Leute ein.
Wer bietet weniger
Eine solche Gelegenheit, aus einem einzigen Anlass möglichst viel Neid, Missgunst und Ausländerfeindlichkeit herauspressen zu können, durfte sich eine Partei nicht entgehen lassen, von der wir seit der Präsentation ihres Programms gesichert wissen, dass die genannten Anliegen zu dessen Prinzipien gehören. An einem solchen Wahlzuckerl mitzulutschen, konnte sich freilich auch die Partei der starken Mitte nicht enthalten. Mühelos rutschte sie aus der Mitte nach rechts, als Vertreterin des freien Wettbewerbs, wer bietet Flüchtlingen weniger, und das Wenige möglichst natural, um finanziellen Leichtsinn im Ausländer erst gar nicht einreißen zu lassen. Anders als im humanitären Sündenpfuhl Wien, wo Flüchtlingszulauf durch sittenlose Anreize gefördert werde und man der bizarren Auffassung huldigt, jedes Kind sei tatsächlich gleich viel wert.
www.derstandard.at
Neid, Missgunst und Ausländerfeindlichkeit geschürt, dazu das Flehen, erhört zu werden – der Wahlkampf ist gelaufen
Wahlprogramme der Parteien liegen vor, der Wählerwille, sich zu informieren, geschehe, in den kommenden drei Wochen geht es nur noch darum, den Kuchen größer zu machen und in der Flut von Fernseh-, Radio- und Zeitungskonfrontationen jene Rosinen herauszupicken, die einem im Halse stecken bleiben könnten. Kurz, der Wahlkampf ist gelaufen, bis zum 29. September wird nur noch wiedergekäut. Eine gute Gelegenheit, noch einmal jener stillen Stars zu gedenken, die diese Kampagne, ohne gefragt zu werden, mitprägen und damit aus gnädiger Anonymität heraus österreichische Politikerseelen beleuchten halfen, ehe sie nach dem Wahltag wieder der Vergessenheit anheimfallen dürfen. Die Rede ist von der einen syrischen Flüchtlingsfamilie, der nachgesagt wurde, für ihre sieben Haserln eine Menge Graserl akkumuliert zu haben, die laut freiheitlichen Arbeitsmarktexperten nur geeignet sein kann, in sämtlichen Autochthonen die Freude am eigenen Schaffen zum Erliegen zu bringen. Das darf nicht sein, da setzt sich die FPÖ für die kleinen Leute ein.
Wer bietet weniger
Eine solche Gelegenheit, aus einem einzigen Anlass möglichst viel Neid, Missgunst und Ausländerfeindlichkeit herauspressen zu können, durfte sich eine Partei nicht entgehen lassen, von der wir seit der Präsentation ihres Programms gesichert wissen, dass die genannten Anliegen zu dessen Prinzipien gehören. An einem solchen Wahlzuckerl mitzulutschen, konnte sich freilich auch die Partei der starken Mitte nicht enthalten. Mühelos rutschte sie aus der Mitte nach rechts, als Vertreterin des freien Wettbewerbs, wer bietet Flüchtlingen weniger, und das Wenige möglichst natural, um finanziellen Leichtsinn im Ausländer erst gar nicht einreißen zu lassen. Anders als im humanitären Sündenpfuhl Wien, wo Flüchtlingszulauf durch sittenlose Anreize gefördert werde und man der bizarren Auffassung huldigt, jedes Kind sei tatsächlich gleich viel wert.
Und erlöse uns von dem Übel
Neid, Missgunst und Ausländerfeindlichkeit geschürt, dazu das Flehen, erhört zu werden – der Wahlkampf ist gelaufen