• Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Nachrichten aus Österreich

Ja, dieses Plakat stammt glaube ich aus den späten 60er frühen 70er Jahren. Damals gab es keine Syrer, Afghanen usw., da mussten die Menschen aus Ex-Yu und der Türkei die Ausländerfeindlichkeit ertragen. Glaube dieses Plakat wurde dann auch 1992/1993 nochmals hervorgeholt

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
Einsparungen: Das sind die neuen Anforderungen für Ihren Universitätsabschluss

Die Unis müssen den Rotstift radikal ansetzen. Lange Vorlesungen, Seminare und Prüfungen gehören schon bald der Vergangenheit an. Ein Papier aus der Rektorenkonferenz zeigt nun, welche Befähigungsnachweise in Zukunft für einen Abschluss notwendig sind:

Mathematik: Vorlage eines beglaubigten Nachweises über mindestens zehn vollständig angesehene YouTube-Tutorials von 14-jährigen Indern.

Publizistik: Drei selbstverfasste Kommentare im Standard-Forum mit mindestens zehn grünen Stricherln

Kunstgeschichte: Findet ohne Zuhilfenahme von Google Maps den schnellsten Fußweg vom Institut zum nächsten AMS.

BWL: Kann sich innerhalb von 15 Sekunden erfolgreich einen pastellfarbenen Pullover um den Hals binden, ohne dass das Ralph-Lauren-Logo verdeckt wird.

Archäologie: Hat schon mal den WG-Kühlschrank abgetaut.

Jura: Kann 300 Euro für ein fünfminütiges Telefonat verrechnen („Kann man so oder so sehen“).

Politikwissenschaften: Versteht, dass Kapitalismus das Problem ist, aber nicht, was Kapitalismus ist.

Architektur: Kann mindestens 100 Spielstunden in Minecraft nachweisen.

Chemie: Hat schon einmal eine Packung Mentos in einer Flasche Cola versenkt.

Soziologie: Hat zumindest fünf Abende in Bauchstichbeisln und Tankstellencafés verbracht.

Wirtschaftsinformatik: Hat erfolgreich das Erbe von der Oma mit Kryptowährungen verzockt.

Medizin: Kann eine Partie Golf mit drei Schlägen über Par spielen und Antibiotikum verschreiben.

Lehramt: Tiefsitzender Hass auf Kinder (psychologisches Attest erforderlich).

Informatik: Kann der Mama den Drucker erfolgreich einrichten.

Philosophie: Besitzt das Gesamtwerk von Richard David Precht (lesen optional).

Marketing & PR: Besitzt ein ChatGPT-Abo (Anmerkung: So wie bisher).


 
Ministerin Holzleitner und eine Partie Pingpong mit Armin Wolf
Das Gespräch mit SPÖ-Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner hatte jedenfalls Match-Charakter – auch in Fragen der Beckmesserei. Doch was erfuhr man zu den Unis?

Nun kam sie also doch noch in die „ZiB 2“: SPÖ-Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner, die zuletzt wegen ihrer Aussagen zum Sparbedarf an den Universitäten ziemlich in der Kritik stand. In der Vorwoche hatte sie die Einladung abgelehnt, stattdessen kam die Rektorenchefin Brigitte Hütter, was die Causa für Holzleitner sicher nicht einfacher machte. Die Stimmung an den Hochschulen ist aufgeheizt, bald starten Demos gegen die Kürzungen. Und Holzleitner? Zeigte sich durchaus angriffig.

Wobei sie ihr Möglichstes tat, die Nennung von Zahlen zu vermeiden. Das ist schwierig, immerhin ist die große Frage derzeit, ob den Unis für die drei Jahre ab 2028 tatsächlich nur noch 15,5 Milliarden Euro zur Verfügung stehen werden, also deutlich weniger als zuvor. Holzleitner soll das so kommuniziert haben. Was sie, danach gefragt, wortreich weder bejahte noch verneinte. Irgendwann erfuhr man: Die Zahl sei mittlerweile „der Stand damals, der heute aber wieder anders ist“.

 
Braco und Egisto
Über zwei Scharlatane und ihre größte Leistung

Die Auftritte zweier Scharlatane in Wien haben dieser Tage Staunen erregt. Bei der Eröffnung der Wiener Festwochen gab man dem kroatischen Esoteriker Braco eine Bühne, um seinen "gebenden Blick" zu präsentieren. Zu den Klängen eines an die Dauerbeschallung im Spa-Bereich eines burgenländischen Thermenhotels aus den 1990er-Jahren gemahnenden New-Age-Gesäusels kam das Publikum am Heldenplatz und jenes der ORF-Übertragung in den Genuss einer Darbietung, für die man sonst Eintritt zahlen muss.

Der von seinen Fans als "Heiler" verehrte Braco predigt nicht, legt keine Hände auf, hat keine heiligen Requisiten, sondern lässt sich einfach beim Schauen zuschauen, und erinnert somit an einen Hütchenspieler, der auf Kugerl und Hütchen verzichtet.

Nicht lachen
Der erhebliche Unterschied ist aber, dass auf so einen Hütchenspieler kaum jemand reinfallen würde, während es bei Braco schon sehr viele waren, die auf seinen "gebenden Blick" statt auf medizinische Behandlung vertraut haben, was ihrer Gesundheit in den meisten Fällen nicht gut getan hat.

Die in diesem Fall sich aufdrängende Frage "Wo war sei Leistung?" lässt sich aber beantworten: Braco schaffte es auch diesmal wieder, nicht lachen zu müssen. Ein bewundernswerter Akt der Selbstbeherrschung. Nachdem sein Auftritt von Festwochen-Intendant Milo Rau mit den Worten "ein kleines Kunstwerk der Menschlichkeit" angekündigt wurde, muss es den gebenden Blicker innerlich zerrissen haben.

Die Fähigkeit, nicht lachen zu müssen, konnte man kurz davor auch bei einem anderen Bluffer bewundern. Mit entschlossener Ernsthaftigkeit verteidigte sich Egisto Ott vor Gericht zu allen ihm gemachten Vorwürfen mit dem Verweis auf eine "Operation Doktor", die so geheim sei, dass er nicht darüber reden dürfe.

 
Ja, seine Kürzlichkeit, auch so ein Stück Geschichte. Und wie bei jedem Populisten, Schuld alle anderen. Ronny war ein Fan von ihm :mrgreen:
Altkanzler Kurz wirft Grünen sinngemäß vor, an Pilnaceks Suizid schuld zu sein
Sebastian Kurz spricht in einem Podcast von "politischer Justiz" in Österreich und stellt in den Raum, dass im Strafverfahren gegen ihn ein eigentlich unzuständiger Richter geurteilt hat

Es ist Minute neun des knapp einstündigen Video-Podcasts, in dem Sebastian Kurz in Worte fasst, was er danach durchziehen wird: "Ich bin ja froh, dass Politiker ungefiltert sagen können, was sie denken, und dass wir nicht einen Aufpasser dazwischen brauchen, der das zusammenfasst, dem einen Spin versetzt, einen Kommentar dazu schreibt, wie wir es zu verstehen und zu werten haben." Also einen journalistischen Bericht, wie der folgende einer sein soll.

Das Setting ist eine Bühne in Frankfurt, mit einem Tisch, einem sporadisch verwendeten Tischfußballtisch, Publikum – und drei Menschen auf der Bühne, die von diesem mit mehr oder weniger Applaus bedacht werden. Die Funke-Journalistin Melanie Amann, der Generalsekretär der deutschen ÖVP-Schwester CDU, Carsten Linnemann, und eben einer von Österreichs zahlreichen Bundeskanzlern außer Dienst, Sebastian Kurz.

Kurz: "Alles ist möglich"
Die Themenpalette ist breit, es geht um US-Präsident Donald Trump, um sogenannte Künstliche Intelligenz (Kurz: "Ich bin jeden Tag aufs Neue fasziniert, was alles möglich ist"), um eine hoffnungsvolle Zukunft (und noch einmal Kurz: "Ich glaube, alles ist möglich"). Und es geht auch um Kurz' Vergangenheit als Politiker – also unter anderem um seine Zeit als Chef einer türkis-grünen Koalition.

 
Vom Sonnenkult zur Schweigemarke: Wie das Geschäftsmodell Braco funktioniert
Der Aufreger der Wiener Festwochen setzt seine Tour in Marchtrenk fort. Kostenpunkt: 20 Euro pro Blick

Wer in den vergangenen Tagen Nachrichten aus der Wiener Kulturszene verfolgt hat, dürfte einem Mann begegnet sein, der schweigend Menschen anschaut und damit seit Jahrzehnten Geld verdient. Der kroatische Wunderheiler Braco mit dem "gebenden Blick" war Teil der Eröffnung der Wiener Festwochen.

Bracos Auftritt beim renommierten Wiener Kulturfestival ist mitnichten provokativ, aber so richtig aufgeregt hat es ohnehin niemanden. Außer die FPÖ. Ausgerechnet jene Partei, deren ehemaliger Chef sich mit Numerologinnen und Schamanen umgab, aber das ist eine andere Geschichte.

Das eigentlich Skandalöse an Bracos Schauspiel bei den Festwochen ist ohnehin etwas anderes: Das Wiener Kulturpublikum wurde gratis angeschaut. Menschen in oberösterreichischen Mehrzweckhallen zahlen dafür wenige Wochen später 20 Euro Eintritt. Mitte Juni gastiert Braco in Marchtrenk, die Veranstaltung wird auf der offiziellen Webseite der Gemeinde beworben. Dasselbe geschah bereits im Jänner in Fernitz bei Graz. Bracos wiederkehrende Europatour führt ihn seit Jahrzehnten bevorzugt, aber nicht nur in Orte mit großer exjugoslawischer Diaspora.

Das Geschäft läuft
Der Mann, der nichts verspricht und nur schaut, ist mit der Einladung zu den Wiener Festspielen somit erfolgreich in der Ironie-Doppelschleife der vermeintlich progressiven und kritischen zeitgenössischen Kunst angekommen. Während das kunstaffine Publikum ironisch zurückschaut und noch darüber diskutiert, ob das alles ernst gemeint oder subversive Performancekunst ist, läuft das Geschäft einfach weiter.

 
Wenn Studenten mit Rektoren auf die Demo gehen
Die SPÖ droht nach den Arbeitern auch noch die liberale Intelligenz zu verlieren

Vor Jahrzehnten, während der etwa eine Viertelstunde langen Studentenrevolution in Österreich, demonstrierten die Studentinnen und Studenten gegen die Uni-Rektoren und-Professoren. "Unter den Talaren – Muff von tausend Jahren" war der Slogan und bei einer Konfrontation im knallvollen Audimax der Uni Wien stand ein bleicher, zitternder Rektor auf der Bühne.

Heute demonstrieren in Wien fast 30.000 Studierende gemeinsam mit den Rektorinnen und Rektoren der österreichischen Unis gegen die Regierung. Gegen Kürzungen des Budgets und den generellen Eindruck, dass Wissenschaft und Forschung keine Schwerpunkte der jetzigen Dreierkoalition sind. Dass man bei allerlei Förderungen für Interessengruppen nicht spart, sehr wohl aber an den Universitäten.

Die relativ kurzen Studentendemos von damals blieben aber nicht wirkungslos. Zwar verhedderten sich viele ihrer Anführer in lächerlicher Sektiererei („maoistisch-trotzkistisch“ oder "leninistisch"?), aber sie brachen eine muffige, rückständige Geisteshaltung auf. Die Sozialdemokratie nahm den Ruf nach einer freieren, moderneren, rationaleren Atmosphäre auf. Die "1400 Fachleute" von Bruno Kreisky verliehen der SPÖ ein modernes Image. Man setzte auf die "Intelligenzija".

 
Staatswaltschaft beschlagnahmte Handys von ORF-Mitarbeiterin
Mobiltelefon soll an der Adresse von ORF-Manager Pius Strobl geortet worden sein, berichtet die "Krone"

Die Staatsanwaltschaft Wien hat bei ihren Ermittlungen in der Causa Weißmann zwei Mobiltelefone jener ORF-Mitarbeiterin beschlagnahmt, deren Vorwürfe und Forderungen Weißmann zum Rücktritt gebracht hatten. Das Mobiltelefon sei am Wohnsitz des ORF-Managers Pius Strobl, ihres Vorgesetzten, geortet worden, berichtet die Kronen Zeitung. Die Staatsanwaltschaft Wien bestätigt dem STANDARD auf Anfrage die Beschlagnahme.

Die Ermittler hätten die Mitarbeiterin bei mehreren Versuchen nicht an ihrer Adresse angetroffen, berichtet das Medium. Deshalb sei eine Peilung veranlasst worden.

Rechtsanwalt Norbert Wess hat im Auftrag von Ex-ORF-Generaldirektor Roland Weißmann eine Strafanzeige gegen die Frau und ihren Anwalt eingebracht, die zu den Ermittlungen führte.

 
NSDAP-Propaganda seinerzeit in Österreich

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.


Historische NS‑Propaganda arbeitete mit simplen Feindbildern, Sündenböcken und der Behauptung, komplexe Probleme ließen sich durch eine einzige Wahlentscheidung lösen.

Wenn man sich manche heutigen Sager anhört, etwa die ständige Schuldzuweisung an "die Ausländer", "die EU" oder "die Medien", erkennt man, dass sich die Muster der politischen Manipulation kaum verändert haben.
Geschichte wiederholt sich nicht, aber Propagandatechniken tun es sehr wohl.
 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
Gerechtigkeitsfragen
Studierenden will man Gebühren abverlangen, Vermögenden aber keinen angemessenen Beitrag

Jetzt aber echt wirklich! "Da muss man wirklich die Gerechtigkeitsfrage stellen", forderte im Interview mit dem STANDARD ein gewesener Wissenschaftsminister für die ÖVP im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Sparpläne der Regierung. Er findet es "schon fragwürdig, wenn Österreich für deutsche Studierende das Studium gratis anbietet, sodass die alle bei uns gratis studieren können".

Ein wenig erinnert das an andere Gerechtigkeitsspezialisten in diesem Land, denen als erstes die Ausländer einfallen, wenn es gilt, ein Problem zu lösen. Was Karlheinz Töchterle wirklich anregte, lässt sich unter einem patriotischen Aspekt geschmeidiger verkaufen, nämlich Studiengebühren für alle, sozial abgefedert für Einheimische. Unwahrscheinlich, dass die studierenden Demonstranten vom Mittwoch dafür auf die Straßen gegangen sind; ebenso unwahrscheinlich, dass Studiengebühren den Wissenschaftsstandort Österreich heller glänzen lassen würden. Und darum soll es doch vor allem gehen.

Nicht verboten
Nun ist gerade in Zeiten, in denen das Land von der Spritpreiskrise über die Klimakrise und die Föderalismuskrise in die Medienkrise taumelt und die Regierung nicht weiß, welches Budgetloch sie offen lassen soll, um ein anderes zu stopfen, gegen das Stellen von Gerechtigkeitsfragen nichts einzuwenden, ja sie drängen sich geradezu auf. Erreicht uns doch gleichzeitig mit der Universitätskrise die Botschaft des Global Wealth Report, wonach die reichsten 500 Österreicher und -innen fast 40 Prozent des nationalen Gesamtvermögens besitzen, und es wird eher mehr.

Da sind sicher auch welche dabei, die klein begonnen, jeden Euro gespart, die eine oder andere Aktie gekauft und sich so ihr kleines Vermögen aufgebaut haben, wie das allen, die es noch nicht so weit gebracht haben, immer wieder empfohlen wird. Es ist schließlich niemandem verboten, reich zu werden, und das ist nur gerecht. Doch so rasch man mit der Gerechtigkeitsfrage bei der Hand ist, wenn man – aktuelles Beispiel – Studierenden Gebühren abverlangen will, so heftiger unterdrückt wird sie, wenn es um den angemessenen Beitrag Vermögender zumindest in dem Ausmaß geht, indem er ihnen auch in anderen Ländern abgefordert wird.

 
Zurück
Oben