Trump drängt Europa zu Diversitätsverbot
Die US-Regierung von Donald Tump versteht es trefflich, frühere Verbündete, darunter europäische Staaten, zu brüskieren – das hat sich erst in den vergangenen Tagen wieder erwiesen. Zum einen überwarf sich US-Vizepräsident JD Vance bei einem Grönland-Besuch mit der dänischen Regierung. Zum anderen wurde bekannt, dass die USA ihr Verbot von Diversitätsprogrammen auch europäischen Firmen aufzwingen möchte. In Frankreich, Belgien und Spanien versprach man Widerstand.
Ein Brief und ein Fragebogen: Das haben mehrere französische Unternehmen von der US-Botschaft in Paris erhalten, wie Ende der Vorwoche bekanntwurde. Darin werden sie aufgefordert, etwaige Initiativen zur Förderung von Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion (Diversity, Equity and Inclusion, DEI) aufzugeben.
Der Brief, der mehreren Medien und der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, informiert die Empfänger darüber, dass „Dekret 14173“, das Trump am ersten Tag seiner Rückkehr ins Weiße Haus erlassen hat, um Programme zur Förderung der Chancengleichheit zu beenden, „auch zwingend für alle Lieferanten und Dienstleister der US-Regierung gilt“. Das sei unabhängig vom Standort der Firmen umzusetzen.
Spanien in Rage
Im Laufe des Montags wurde bekannt, dass auch andere europäische Länder betroffen sind. „Die US-Botschaft in Spanien, wie alle unsere Botschaften weltweit, kommuniziert die neuen Regeln, die US-Präsident Trump in Kraft gesetzt hat, mit unseren lokalen Zulieferern von Dienstleistungen und Produkten“, sagte ein Sprecher der US-Botschaft in Madrid.
Die US-Regierung von Donald Tump versteht es trefflich, frühere Verbündete, darunter europäische Staaten, zu brüskieren – das hat sich erst in den vergangenen Tagen wieder erwiesen. Zum einen überwarf sich US-Vizepräsident JD Vance bei einem Grönland-Besuch mit der dänischen Regierung. Zum...
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