Haft für Le Pen
Europas Rechte empört über Urteil
Die Verurteilung der französischen Rechtspopulistin Marine Le Pen, Vorsitzende der Partei Rassemblement National (RN, früher Front National), hat im rechtspopulistischen Lager Europas am Montag für Empörung gesorgt. So sprach etwa der freiheitliche EU-Parlamentarier Harald Vilimsky laut APA von einem „Skandalurteil“. Auch der Kreml äußerte sich. Le Pen wurde zuvor von einem Gericht in Paris wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder unter anderem zu einer zweijährigen Haftstrafe mit Fußfessel sowie einem fünfjährigen Kandidaturverbot verurteilt. Sie selbst sprach von einer „politischen Entscheidung“.
In der Veruntreuungscausa war es um Scheinbeschäftigung von Mitarbeitern im Europaparlament gegangen. Zwei weitere Jahre Haft setzte das Strafgericht zur Bewährung aus. Außerdem wurde eine Geldstrafe von 100.000 Euro gegen die Politikerin verhängt. Das Kandidaturverbot gilt trotz Berufungsankündigung durch Le Pens Anwalt ab sofort. Das bedeutet, dass die Politikerin nur noch geringe Aussichten hat, bei der Präsidentschaftswahl 2027 anzutreten.
In ihrer ersten Reaktion auf das Urteil sagte Le Pen am Abend gegenüber dem Fernsehsender TF1, dieses sei ein Verstoß gegen die Rechtsstaatlichkeit. Es sei „politisch“ und ziele darauf ab, sie an der Kandidatur zu hindern. „Ich werde kämpfen, ich lasse mich nicht einfach so ausschalten“, so Le Pen. Sollte es ihr gelingen, das Urteil noch rechtzeitig zu kippen, werde sie kandidieren. Sie habe aber kein Vertrauen darin, dass sie noch vor der Wahl dazu angehört werde.
Die Verurteilung der französischen Rechtspopulistin Marine Le Pen, Vorsitzende der Partei Rassemblement National (RN, früher Front National), hat im rechtspopulistischen Lager Europas am Montag für Empörung gesorgt. So sprach etwa der freiheitliche EU-Parlamentarier Harald Vilimsky laut APA von...
orf.at
Typisch für Rechtsextremisten, korrupt bis zum geht nicht mehr und wenn sie erwischt werden, dann ist es politisch motiviert.
