Trump ist dabei, den Handelskrieg gegen China zu verlieren
Dass die historisch hohen Zölle reduziert werden, ist für die Weltwirtschaft notwendig – und für US-Präsident Trump der Vorbote einer Niederlage
Sie sinken also wieder. Die Zölle zwischen den USA und China, die im Zuge von Donald Trumps Handelskrieg auf jenseits der hundert Prozent geschossen waren, werden deutlich reduziert, auf zehn bis 30 Prozent. Dieser reduzierte Satz soll 90 Tage lang gelten, bis die Verhandler Chinas und der USA in der Schweiz eine dauerhafte Lösung gefunden haben.
Zweifellos wird dadurch, auch wenn die Zollsätze trotzdem auf einem Rekordhoch bleiben, großer Schaden für die Weltwirtschaft zumindest abgemildert. Ohne Einigung wäre der Warenhandel zwischen China und den USA laut Welthandelsorganisation mittelfristig um bis zu 80 Prozent eingebrochen.
Man muss sich vor Augen führen, was das bedeutet: Zwischen den USA und China zirkulieren 2,5 Prozent aller Waren auf der Welt – eine Schlagader des globalen Handels war in den vergangenen Wochen kurzzeitig fast durchgeschnitten. Hätte der Zustand angehalten, wäre bald ein wirtschaftliches Blutbad sowohl in den USA als auch in China die Folge gewesen. China, ohnehin in einer Krise der Überproduktion, hätte noch weniger Abnehmer für seine Produkte gefunden als bisher. In den USA wiederum, mit viel weniger China-Importen, wären die Preise hinaufgegangen, mit Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise als Folge. Und Europa? Der Kontinent hätte sich einer nie gekannten Flut an chinesischen Billigprodukten gegenübergesehen, die sonst kaum irgendwo hinkönnen.
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Dass die historisch hohen Zölle reduziert werden, ist für die Weltwirtschaft notwendig – und für US-Präsident Trump der Vorbote einer Niederlage
Sie sinken also wieder. Die Zölle zwischen den USA und China, die im Zuge von Donald Trumps Handelskrieg auf jenseits der hundert Prozent geschossen waren, werden deutlich reduziert, auf zehn bis 30 Prozent. Dieser reduzierte Satz soll 90 Tage lang gelten, bis die Verhandler Chinas und der USA in der Schweiz eine dauerhafte Lösung gefunden haben.
Zweifellos wird dadurch, auch wenn die Zollsätze trotzdem auf einem Rekordhoch bleiben, großer Schaden für die Weltwirtschaft zumindest abgemildert. Ohne Einigung wäre der Warenhandel zwischen China und den USA laut Welthandelsorganisation mittelfristig um bis zu 80 Prozent eingebrochen.
Man muss sich vor Augen führen, was das bedeutet: Zwischen den USA und China zirkulieren 2,5 Prozent aller Waren auf der Welt – eine Schlagader des globalen Handels war in den vergangenen Wochen kurzzeitig fast durchgeschnitten. Hätte der Zustand angehalten, wäre bald ein wirtschaftliches Blutbad sowohl in den USA als auch in China die Folge gewesen. China, ohnehin in einer Krise der Überproduktion, hätte noch weniger Abnehmer für seine Produkte gefunden als bisher. In den USA wiederum, mit viel weniger China-Importen, wären die Preise hinaufgegangen, mit Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise als Folge. Und Europa? Der Kontinent hätte sich einer nie gekannten Flut an chinesischen Billigprodukten gegenübergesehen, die sonst kaum irgendwo hinkönnen.
Trump ist dabei, den Handelskrieg gegen China zu verlieren
Dass die historisch hohen Zölle reduziert werden, ist für die Weltwirtschaft notwendig – und für US-Präsident Trump der Vorbote einer Niederlage
