„Wir sind das Sicherheitsnetz“ – Der Aufstand der Unsichtbaren in Los Angeles - Heftige Streiks in Los Angeles
In den Verwaltungsfluren von Los Angeles, wo Formulare wie Sedimente des Stillstands in Schränken ruhen und Sozialarbeiter täglich ihre Hoffnung auf weißem Papier fixieren, kam es nun zu einem Akt der Rebellion. Über 50.000 Beschäftigte des Los Angeles County legten am Montag ihre Arbeit nieder – nicht aus Trotz, sondern aus Verzweiflung. Zwei Tage lang. Eine Notbremse in einem System, das sie selbst am Leben hielten, bis es sie zu ersticken drohte.
„We are the safety net“, stand auf den Schildern, die vor dem Los Angeles General Medical Center in die Höhe gehalten wurden. Ein Satz, der zugleich Selbstbeschreibung und Anklage ist. Denn in einem Land, das sich täglich mit neuen Haushaltslöchern, Milliardenklagen und klimabedingten Katastrophen konfrontiert sieht, sind es diese Menschen – Sozialarbeiter, Reinigungskräfte, Pflegepersonal, Verwaltungsangestellte – die das Fundament der Zivilisation tragen. Nun fordern sie: nicht Lohnerhöhung, sondern Anerkennung. Nicht Privilegien, sondern Würde.
Zum ersten Mal in ihrer Geschichte streiken alle 55.000 Mitglieder der SEIU Local 721 gemeinsam. Die Gewerkschaft erhebt schwere Vorwürfe: 44 Verstöße gegen das Arbeitsrecht – darunter Überwachung, Einschüchterung und das Auslagern geschützter Stellen. Die Verwaltung schweigt nicht, sie rechnet: mit Defiziten, Milliardenrisiken, Budgetkrisen. Doch sie antwortet nicht auf die eigentliche Frage: Wer schützt die, die schützen?
„Wir haben genug“, sagte Gewerkschaftsführer David Green. „Das ist die Belegschaft, die LA durch Notlage um Notlage getragen hat – von Bränden über Pandemien bis zu psychischen Notfällen.“ Und doch: Die, die helfen, müssen jetzt selbst um Hilfe bitten. Es ist die Logik einer Republik in Umkehrung – Hilfe wird zum Risiko, Dienst zur Schuld.
Washingtons Distanz: Der Präsident als Zuschauer
In den Verwaltungsfluren von Los Angeles, wo Formulare wie Sedimente des Stillstands in Schränken ruhen und Sozialarbeiter täglich ihre Hoffnung auf weißem Papier fixieren, kam es nun zu einem Akt der Rebellion. Über 50.000 Beschäftigte des Los Angeles County legten am Montag ihre Arbeit nieder – nicht aus Trotz, sondern aus Verzweiflung. Zwei Tage lang. Eine Notbremse in einem System, das sie selbst am Leben hielten, bis es sie zu ersticken drohte.
„We are the safety net“, stand auf den Schildern, die vor dem Los Angeles General Medical Center in die Höhe gehalten wurden. Ein Satz, der zugleich Selbstbeschreibung und Anklage ist. Denn in einem Land, das sich täglich mit neuen Haushaltslöchern, Milliardenklagen und klimabedingten Katastrophen konfrontiert sieht, sind es diese Menschen – Sozialarbeiter, Reinigungskräfte, Pflegepersonal, Verwaltungsangestellte – die das Fundament der Zivilisation tragen. Nun fordern sie: nicht Lohnerhöhung, sondern Anerkennung. Nicht Privilegien, sondern Würde.
Zum ersten Mal in ihrer Geschichte streiken alle 55.000 Mitglieder der SEIU Local 721 gemeinsam. Die Gewerkschaft erhebt schwere Vorwürfe: 44 Verstöße gegen das Arbeitsrecht – darunter Überwachung, Einschüchterung und das Auslagern geschützter Stellen. Die Verwaltung schweigt nicht, sie rechnet: mit Defiziten, Milliardenrisiken, Budgetkrisen. Doch sie antwortet nicht auf die eigentliche Frage: Wer schützt die, die schützen?
„Wir haben genug“, sagte Gewerkschaftsführer David Green. „Das ist die Belegschaft, die LA durch Notlage um Notlage getragen hat – von Bränden über Pandemien bis zu psychischen Notfällen.“ Und doch: Die, die helfen, müssen jetzt selbst um Hilfe bitten. Es ist die Logik einer Republik in Umkehrung – Hilfe wird zum Risiko, Dienst zur Schuld.
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