„Die Spur des Windes – Eine Geschichte aus dem texanischen Panhandle“
Am Rand der Prärie, wo der Horizont sich endlos dehnt wie eine Hoffnung, die sich nicht erfüllt, steht Kevenson Jean am frühen Abend auf seinem Rasen, zupft das letzte widerspenstige Gras um zwei Flaggen. Die eine ist die Haitis, die andere die der Vereinigten Staaten. Beide sind vom Wind gezeichnet, von der Sonne gebleicht – wie seine Träume.
Panhandle, Texas: eine Stadt, so still, dass man mittags auf der Hauptstraße spazieren kann. Und doch ist der Lärm der Welt angekommen, in Form einer E-Mail, die nichts erklärt und alles beendet.
„Es ist Zeit, die Vereinigten Staaten zu verlassen.“
So schrieb es das Heimatschutzministerium. Kein Prozess, kein Dialog, kein weiteres Wort. Nur das Echo eines Versprechens, das Donald Trump immer gegeben hatte – dass sein Amerika ein Ort sei, an dem Zugehörigkeit keine Frage des Verhaltens mehr ist, sondern der Herkunft.
Jean, ein Trucker aus Haiti, hat sich eingefügt in das Land, dessen Straßen er kennt wie die eigene Hand. Er liefert Fleisch, fährt tausende Meilen durch das Herz der Nation. Seine Frau Sherlie serviert Essen, wenn sie nicht gerade Liebesromane liest, um ihr Englisch zu verbessern. Gemeinsam haben sie das gemacht, was man von ihnen verlangte. Und doch sagt man ihnen jetzt, sie müssten gehen.
Was sie trifft, trifft auch andere. In Dumas zeigt Nicole, ebenfalls Haitianerin, ihr Handy. Eine E-Mail. Das Ende. Auch sie arbeitet im Schlachthaus, wo Schweine und Rinder in gigantischen Anlagen zerlegt werden, damit ein Land sich versorgen kann – ein Land, das zugleich seine Hände verliert.
Am Rand der Prärie, wo der Horizont sich endlos dehnt wie eine Hoffnung, die sich nicht erfüllt, steht Kevenson Jean am frühen Abend auf seinem Rasen, zupft das letzte widerspenstige Gras um zwei Flaggen. Die eine ist die Haitis, die andere die der Vereinigten Staaten. Beide sind vom Wind gezeichnet, von der Sonne gebleicht – wie seine Träume.
Panhandle, Texas: eine Stadt, so still, dass man mittags auf der Hauptstraße spazieren kann. Und doch ist der Lärm der Welt angekommen, in Form einer E-Mail, die nichts erklärt und alles beendet.
„Es ist Zeit, die Vereinigten Staaten zu verlassen.“
So schrieb es das Heimatschutzministerium. Kein Prozess, kein Dialog, kein weiteres Wort. Nur das Echo eines Versprechens, das Donald Trump immer gegeben hatte – dass sein Amerika ein Ort sei, an dem Zugehörigkeit keine Frage des Verhaltens mehr ist, sondern der Herkunft.
Jean, ein Trucker aus Haiti, hat sich eingefügt in das Land, dessen Straßen er kennt wie die eigene Hand. Er liefert Fleisch, fährt tausende Meilen durch das Herz der Nation. Seine Frau Sherlie serviert Essen, wenn sie nicht gerade Liebesromane liest, um ihr Englisch zu verbessern. Gemeinsam haben sie das gemacht, was man von ihnen verlangte. Und doch sagt man ihnen jetzt, sie müssten gehen.
Was sie trifft, trifft auch andere. In Dumas zeigt Nicole, ebenfalls Haitianerin, ihr Handy. Eine E-Mail. Das Ende. Auch sie arbeitet im Schlachthaus, wo Schweine und Rinder in gigantischen Anlagen zerlegt werden, damit ein Land sich versorgen kann – ein Land, das zugleich seine Hände verliert.
